
Mobility Training verbessert, wie weit und wie kontrolliert Du Deine Gelenke bewegen kannst. Es verbindet Dehnen mit Kräftigung, damit Du die gewonnene Beweglichkeit im Alltag und im Sport auch wirklich nutzt. Davon profitieren Deine Haltung und Deine Leistung im Training, und es kann helfen, Verletzungen vorzubeugen.
Flexibilität beschreibt, wie weit sich ein Muskel passiv dehnen lässt, zum Beispiel wenn ein Partner Dein gestrecktes Bein anhebt. Mobilität ist der Bewegungsumfang, den Du aktiv und mit eigener Kraft kontrollierst. Stabilität bedeutet, ein Gelenk in jeder Position sicher zu halten, auch unter Last.
Ein gutes Mobilitätstraining verbindet alle drei. Wer nur dehnt, wird zwar flexibler, kann die neue Reichweite aber oft nicht aktiv einsetzen. Im Mittelpunkt stehen meist Hüfte, Schultern, Wirbelsäule und Sprunggelenke.
Im Alltag merkst Du Deine Beweglichkeit beim Schuhebinden, beim Griff ins obere Regal oder beim Aufstehen vom Boden. Im Sport entscheidet sie mit darüber, wie tief Du in die Kniebeuge kommst und ob Du die Arme sauber über den Kopf bringst. Fehlt sie, weicht der Körper aus, und andere Gelenke müssen mehr arbeiten.
Mehr Beweglichkeit hilft Menschen jeden Alters und jedes Fitnesslevels. Wer viel sitzt, kennt feste Hüftbeuger und einen runden oberen Rücken, daraus können auf Dauer muskuläre Dysbalancen entstehen.
Dehnen ist ein fester Bestandteil des Mobilitätstrainings. Es kann die Faszien elastischer machen und Dein Körpergefühl verbessern. Vor dem Training eignen sich dynamische Dehnübungen, also aktive Bewegungen wie Beinschwünge, Armkreisen und Rumpfdrehungen, die Deinen Körper auf die Belastung vorbereiten.
Statisches Dehnen, bei dem Du eine Position hältst, passt besser nach dem Workout. Klassiker sind Dehnungen für Oberschenkel, Hüftbeuger und Schultern, etwa eine Vorbeuge im Sitzen für die Rückseite der Oberschenkel. Halte jede Dehnung etwa 20 bis 30 Sekunden und atme ruhig weiter.

Kraftübungen stärken die Muskeln und stabilisieren die Gelenke, damit Du den neuen Bewegungsumfang auch kontrollierst. Gut geeignet sind Kniebeugen, Ausfallschritte und Liegestütze, mit Gewichten, Bändern oder dem eigenen Körpergewicht. Spann die Muskeln am Ende der Bewegung bewusst an und halte die Position kurz, zum Beispiel unten in der Kniebeuge. So lernt Dein Körper, auch die Endposition sicher zu halten.
Eine Faszienrolle oder ein Massageball kann helfen, Verspannungen zu lösen und die Durchblutung zu fördern. Roll langsam über die Muskulatur und bleib an festen Stellen kurz liegen. Ein Widerstandsband eignet sich, um Schultern und Hüfte unter leichter Spannung durch den vollen Bewegungsumfang zu führen.

Die folgenden Übungen passen gut ins Aufwärmen oder als kurze Einheit zwischendurch. Bewege Dich langsam und nur so weit, wie es sich gut anfühlt.
Stell Dich locker hin und lass die Arme seitlich hängen. Beuge, strecke und drehe dann nacheinander alle großen Gelenke, vom Nacken über Schultern und Hüfte bis zu den Sprunggelenken. Jede Bewegung bleibt langsam und kontrolliert.
Der Goblet Squat mobilisiert den ganzen Unterkörper. Stell Dich etwa hüftbreit hin und halte eine Kurzhantel oder Kettlebell dicht vor der Brust. Senke das Becken ab, schieb die Knie nach außen, halte den Oberkörper aufrecht und bleib unten kurz in der Position. Unser Team in Tegernsee zeigt Dir gern, worauf es bei der Ausführung ankommt.
Fass ein Widerstandsband deutlich breiter als schulterbreit und halte es mit gestreckten Armen in Schulterhöhe vor dem Körper. Führe es langsam über den Kopf und so weit nach hinten, wie es ohne Ausweichen geht. Spann dabei den Bauch an, halte die Position kurz und kehre dann zurück.
Wenn Du die Beweglichkeit Deiner Handgelenke trainieren willst, etwa für Liegestütze oder Yoga, geh in den Vierfüßlerstand. Setz die Hände schulterbreit auf, die Finger zeigen nach vorn, und verlagere Dein Gewicht langsam vor und zurück. Danach drehst Du die Hände, bis die Finger zu den Knien zeigen, und wiederholst die Bewegung ganz behutsam.
Regelmäßig zu üben bringt mehr als selten und lange. Zwei bis drei Einheiten pro Woche sind ein guter Anfang, noch besser sind ein paar Minuten täglich. Dynamische Übungen kannst Du zusätzlich in jedes Aufwärmen einbauen.
Für eine kurze Einheit reichen 10 bis 15 Minuten. Wichtiger als die Dauer ist, dass Du ruhig und kontrolliert übst und dabei gleichmäßig weiteratmest.
Ein Ziehen in der Dehnung ist normal, stechender Schmerz, Kribbeln oder Taubheit sind es nicht. Dann brichst Du die Übung ab, und halten die Beschwerden an, lässt Du sie ärztlich abklären. Bei Gelenkproblemen oder nach einer Verletzung oder Operation sprichst Du am besten vorher mit Deiner Ärztin oder Deinem Arzt, welche Übungen für Dich passen.
Wenn Du lieber angeleitet und in der Gruppe an Deiner Beweglichkeit arbeitest, findest Du bei medius am Tegernsee passende Kurse. Im Kurs Stretching dehnst Du 30 Minuten lang Hüfte, Rücken, Schultern und Beine, im Faszien Yoga erwarten Dich sanfte Flows und längere Dehnungen. Yoga für Sportler verbindet Beweglichkeit mit Körperkontrolle und Atmung, Yogilates kombiniert Yoga und Pilates. Schau vorbei und probier aus, was Dir guttut.
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