
Krafttraining im Alter ist einer der wirksamsten Wege, fit und selbstständig zu bleiben, und Du kannst praktisch in jedem Lebensalter damit beginnen. Entscheidend ist ein sicherer Start. Lass Dich bei Vorerkrankungen vorher ärztlich untersuchen, lerne die Technik, bevor Du das Gewicht steigerst, und trainiere 2 bis 3 Mal pro Woche.
Ohne Training verliert der Körper mit den Jahren nach und nach Muskelmasse. Warum das so ist und was den Abbau bremst, liest Du im Artikel über Muskelverlust im Alter. Was der Abbau für Stürze und Knochen bedeutet, erklärt unser Beitrag zu Sarkopenie und Muskelschwund.
Im Alltag zählt, was Dir die gewonnene Kraft möglich macht. Anziehen, Hausarbeit und Einkäufe fallen nach einiger Zeit kontrollierten Trainings leichter, und wenn Du doch einmal stürzt, verletzt Du Dich seltener. Manchmal macht erst die neue Kraft ein gesundes Ausdauertraining möglich, etwa längere Spaziergänge oder Radtouren.
Dazu kommt ein psychischer Nutzen. Wer merkt, dass er wieder mehr schafft, traut sich im Alltag oft auch mehr zu.
Hast Du Vorerkrankungen wie Bluthochdruck, Herzprobleme, Arthrose oder Osteoporose oder liegt eine Operation erst kurz zurück, lass Dich vor dem Start ärztlich untersuchen und Dir bestätigen, dass Krafttraining für Dich in Ordnung ist. Gerade im Alter muss man öfter mit Vorschäden an Herz und Gefäßen rechnen, etwa durch Arterienverkalkung. Treten beim Training Brustschmerzen, starke Atemnot, Schwindel oder Herzrasen auf, brich ab und lass das ärztlich abklären.
Lass Dich am Anfang von einem qualifizierten Trainer beraten und begleiten. Er zeigt Dir die Übungen, achtet auf Deine Haltung und stimmt das Programm auf Deine Einschränkungen ab.

Nach einer Operation oder bei bestimmten Erkrankungen kann Dir Dein Arzt Reha-Sport verordnen. Bei medius in Tegernsee trainierst Du dann in kleinen Gruppen, betreut von unserem Team. Üblich sind 50 Übungseinheiten in 18 Monaten, die Kosten trägt bei gültiger Verordnung in der Regel die gesetzliche Krankenkasse. Den genauen Ablauf findest Du auf der Seite Reha-Sport.
Am Anfang geht es darum, die Bewegungen sauber zu lernen, mit leichten Gewichten und sanfter Intensität. Nach einer Eingewöhnungsphase steigerst Du zuerst den Umfang, also mehr Sätze oder Übungen, und später das Gewicht. Wie schnell, hängt davon ab, wie Dein Körper reagiert, wie motiviert Du bist und wie Du Dich dabei fühlst.
Trainiere immer in einem schmerzfreien Bewegungsumfang. Ist ein Gelenk eingeschränkt, lass Bewegungen, die wehtun oder sich unangenehm anfühlen, von Anfang an weg.
Beim Krafttraining kann der Blutdruck stark ansteigen, weil die arbeitenden Muskeln die Gefäße zusammendrücken. Noch höher treibt ihn die Pressatmung, bei der Du unter Last die Luft anhältst und presst. Atme deshalb gleichmäßig weiter und vor allem aus, während Du das Gewicht hebst oder drückst.
Lange, schwere Halteübungen lassen den Blutdruck besonders stark steigen und sind für Ältere weniger geeignet. Zwischen den Sätzen entspannst Du Dich und atmest tief durch, damit sich Herz und Kreislauf erholen.
Für den Einstieg sind Geräte meist die bessere Wahl. Sie führen die Bewegung, lassen sich fein einstellen und Du musst nicht gleichzeitig auf Dein Gleichgewicht achten. So kannst Du Dich ganz auf die Technik konzentrieren.
Besonders einfach ist der milon-Zirkel mit sechs aufeinander abgestimmten Kraftgeräten. Eine Chipkarte oder ein Armband stellt Sitzposition und Gewicht automatisch ein, so sitzt Du bei jeder Übung richtig. Durch das exzentrische Training ist der Zirkel gelenkschonend und passt für jedes Leistungsniveau.
Freie Gewichte, Kabelzug und Übungen mit dem eigenen Körpergewicht fordern zusätzlich Koordination und Gleichgewicht. Sie kommen den Bewegungen im Alltag näher, etwa wenn Du eine Kiste hebst oder vom Stuhl aufstehst, verlangen aber mehr Technik. Nimm sie dazu, sobald die Grundübungen sitzen, anfangs unter Anleitung.
Für Krafttraining ab 60 sind 2 bis 3 Einheiten pro Woche ein guter Rahmen. Diese Punkte helfen Dir bei der Planung.
Viele Stürze passieren, weil Kraft in den Beinen fehlt und das Gleichgewicht nachlässt. Zur Sturzprophylaxe gehören deshalb neben Kraftübungen für Beine und Hüfte auch Übungen für Gleichgewicht und Koordination, zum Beispiel diese.
Übe so, dass Du Dich jederzeit festhalten kannst, und mach die Übungen erst schwerer, wenn Du Dich sicher fühlst. Ein Trainer zeigt Dir gern passende Varianten.
Ja. Ein gezieltes und betreutes Krafttraining ist in praktisch jedem Lebensalter möglich, auch wenn Du vorher nie trainiert hast. Wichtig sind ein ärztlicher Check bei Vorerkrankungen und ein ruhiger Einstieg. Gerade wer neu anfängt, macht in den ersten Monaten oft spürbare Fortschritte.
Das klärst Du am besten vorher mit Deinem Arzt. Gibt er grünes Licht, achte besonders auf gleichmäßiges Atmen ohne Pressatmung, verzichte auf schwere Halteübungen und steigere die Belastung langsam.
Sobald Du die Übungen sicher beherrschst, kannst Du selbstständig nach Deinem Plan trainieren. Für den Anfang lohnt sich Betreuung aber, damit sich keine Fehler einschleichen. Bei medius kannst Du außerdem Personal Training eins zu eins mit einem Trainer machen, zum Beispiel um Deinen Plan regelmäßig anzupassen.
Wenn Du wissen willst, wie sich Krafttraining für Dich anfühlt, ist ein Probetraining bei medius ein guter erster Schritt. Für 15 € nimmt sich ein Trainer eine Stunde Zeit und bespricht mit Dir Deine Ziele und Einschränkungen wie ein neues Hüftgelenk oder Probleme mit den Knien. Danach zeigt er Dir die Geräte und geht Deinen Trainingsplan mit Dir durch.
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